Zwischen Hackentrick und Höllenlärm: Eintracht trotzt den Spurs
10.04.2025

UEFA Europa League Viertelfinale
Spiel- und Reisebericht: Tottenham Hotspur – Eintracht Frankfurt 1:1 (10.04.2025, Europa League Viertelfinale – Hinspiel)
Der EFC Bergstraße startete diesmal "Last Minute" vom Airpark Karlsruhe/Baden-Baden mit Ryanair Richtung London. Geplanter Start war am Spieltag gegen 16:55 Uhr. Ankunft in London Stansted gegen 17:20 Uhr Ortszeit. Die automatisierte Passkontrolle wurde schnell passiert und nach kurzem Sprint erreichten wir noch den bereitstehenden Stansted Express um 18:14 Uhr. Eine halbe Stunde später Ankunft in Tottenham Hale. Von dort ging es ca. 20 min zu Fuß mit zehntausenden Fans beider Lager in Richtung Stadion. Ankunft im Stadion gegen 18:50 Uhr. Die Taktung der Londoner Öffis machen auch Anreisen kurz vor dem Spiel noch möglich.
Da bei der Gästeticketvergabe wieder mal nichts zu holen war, musste der Sekundärmarkt herhalten. "Hellotickets" aus Spanien beschaffte uns Karten im Unterrang des 110er Heimblocks. Die Abwicklung funktionierte reibungslos.
Tausende mitgereiste Eintracht-Fans ließen das Tottenham Hotspur Stadium bei bestem Fußballwetter beben und sorgten von der ersten bis zur letzten Minute für eine ohrenbetäubende Atmosphäre. Schon vor dem Anpfiff ließen die Frankfurter Gäste keine Zweifel aufkommen, wer auf den Rängen des Tottenham Hotspur Stadions die Stimmungshoheit haben würde. Im Rückspiel wird hier sicher nochmal eine Schippe draufgelegt.
Eintracht mit Traumstart
Frankfurt erwischte den besseren Start in die Partie. Bereits in der 06. Spielminute brachte Hugo Ekitiké die Frankfurter Eintracht mit einem unglaublich präzisen Flachschuss aus ca. 25 Metern ins lange Eck in Führung. Und das vor den Augen von 57.849 Zuschauern sowie einiger Scouts englischer Topclubs. Wie die BILD Zeitung erfahren haben will, sollen Beobachter vom FC Liverpool, Arsenal London, Manchester United und Newcastle United auf der Tribüne gesessen haben, um den Frankfurter Stürmer zu analysieren.
Tottenham antwortet artistisch
Von dem Führungstreffer der Frankfurter völlig unbeeindruckt erhöhte die Mannschaft von Ange Postecoglou von nun an den Druck, kam über die Flügel und ließ den Ball besser laufen. Nach einer feinen Kombination über Solanke und Maddison tanzte sich Pedro Porro in der 26. Spielminute artistisch durch die Frankfurter Abwehr und vollendete mit einem frechen Hackentrick zum 1:1 – ein Tor der Extraklasse.
Die Spurs waren in der zweiten Halbzeit das dominante Team. Doch trotz zahlreicher Chancen – darunter zwei Aluminiumtreffer und mehrere starke Paraden von Frankfurts Keeper Kauã Santos – gelang kein weiterer Treffer. Frankfurt verteidigte mit Leidenschaft, warf sich in jeden Ball, jeder Zweikampf wurde wie ein kleiner Sieg gefeiert. Die mitgereisten Fans peitschten ihre Mannschaft unermüdlich nach vorne.
Ausblick: Alles offen fürs Rückspiel
Mit dem 1:1 nimmt die Partie einen offenen Verlauf ins Rückspiel am 17. April in Frankfurt. Die Eintracht hat mit dem Auswärtstor eine gute Ausgangslage – doch Tottenham wird in der brodelnden Atmosphäre der Frankfurter Arena alles daran setzen, das Halbfinale zu erreichen.













