Magische Nacht im Camp Nou

15.04.2022

Magische Nacht im Camp Nou
Magische Nacht im Camp Nou

Eintracht Frankfurt vs. FC Barcelona

Europa League 2022 Viertelfinale

Das Hinspiel in Frankfurt :: 07.04.2022 :: "Frankfurt is waiting"

Die Medienabteilung von Eintracht Frankfurt hatte schon vor dem Hinspiel in Frankfurt mit einem Trailer auf Youtube ordentlich Appetit gemacht. An dieser Stelle ein paar "Shout Outs" an die Medienabteilung, die seit Jahren einen phantastischen Job macht.  Wir sind begeistert. 

"But you should know, there is one thing you don't have!" ... war die "Message" an den großen FC Barcelona, der im Deutsche Bank Park erfahren sollte, was man mit Geld nicht kaufen kann. 

Die beiden Mannschaften trennten sich mit einem 1:1 nach "Sonntagsschuss" von Knauff. 


Das Rückspiel in Barcelona :: 14.04.2022 :: "Frankfurt is coming"

Auch für das Rückspiel heizte die Medienabteilung mit einem neuen Video ordentlich ein. "Never stop believin" lautete das Motto  gegen den haushohen Favoriten im größten Stadion Europas. Mehr als 30.000 Frankfurter sollen es am Ende gewesen sein, die sich in einer Art Völkerwanderung auf den Weg nach Barcelona machten, um das Rückspiel zu einem historischen Tag in der Geschichte Eintracht Frankfurts werden zu lassen. Einige der Gründungsmitglieder des EFC Südhessen waren auch dabei, als Barcelona für einen Tag weiß war und Eintracht Frankfurt mit seinem mitgereisten Anhang eine wahrhaft magische Nacht erlebte. 

Über Jemanden der Jemanden kennt hatten wir einige der begehrten Tickets für das Rückspiel gekauft. Am 13.04.2022 ging es dann mit einem Ford Transit Richtung Barcelona - 1200km. Die Spuren Gleichgesinnter waren auf jeder Raststätte zu sehen. Wir ahnten zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, was uns am nächsten Tag in Barcelona erwarten würde. Kurz nach Ankunft, Check-In und "Power Nap" im Hotel ging es mit dem Taxi in die Innenstadt zum Placa de Catalunya. 

Gebrauchtes Ticket aus dem CampNou
Barcelona Ticket

Mehr als 30.000 sollen es gewesen sein, die sich auf und um den Platz versammelt haben. Sie werden zu einer Einheit, singen ihre Lieder, schwenken  Fahnen, brennen Pyrotechnik ab, stehen auf Haltestellenhäuschen und baden in öffentlichen Brunnen. Und an jenem Abend, wir wussten es noch nicht, wird unser Weg zum Europacupsieg genau hier beginnen, mit einem unglaublichen Fanmarsch in Gestalt einer Lawine aus weißen Trikots und Fahnen zum größten Stadion Europas dem Camp Nou und dann immer weiter, bis zum Finale in Sevilla im Mai 2022.

Placa de Catalunya
Placa de Catalunya

Der historische Fanmarsch zum Camp Nou

Barcelona hatte so etwas sicherlich noch nie gesehen. 30.000 Fans, alle in weiß, singend, gesperrte Straßen, umgeleiteter Verkehr, sämtliche Kioske und Bars auf dem Weg der Fanlawine leergekauft, auf den Bürgersteigen stehen staunende Einheimische, auf  Balkonen stehen Menschen und feiern die Eintracht Fans wie Popstars - manche ziehen sogar blank. Andere wiederum verfolgen das Spektakel kopfschüttelnd. Die örtliche Polizei lässt die Fanlawine ziehen. Etwas Anderes bleibt ihr wohl auch nicht übrig. 

Nach Ankunft am Stadion ging es gleich durch den Einlass in Innere. Die Einlasskontrollen waren oberflächlich. Kurzes Abtasten und wir waren drin. Der Blick von den Rängen war gigantisch. Was dann passierte, ist allseits bekannt. Angetrieben von mindestens 30.000 eigenen Fans warf Eintracht Frankfurt den großen FC Barcelona in einem denkwürdigen Viertelfinale aus der Europa League. Im legendären Camp Nou setzten sich die Frankfurter mit 3:2 (2:0) durch und zogen damit wie bereits im Jahr 2019 ins Halbfinale des Wettbewerbs ein. 

Die anschließende Party dauerte die ganze Nacht. 

ESPN (US-amerikanischer Sportsender) erklärte das Geschehene so:

„Es hat System, Tickets für höhere Preise an "Touristen" zu verkaufen. (...) Doch am Donnerstag kamen keine "Touristen", sondern echte Frankfurter Fans, treu und laut, die ihrem Team in Massen folgen für eine unvergessliche Nacht. Und das war am Ende das Besondere; ein einzigartiger Abend, der genau eine solche Feier der Frankfurter verdiente.“